Foto: nomao saeki - Unsplash

Eine aktuelle Studie zeigt: Zu viel Schlaf tut deinem Herzen nicht gut

Bislang hieß es immer: Schlafen ist gesund. Jede Gelegenheit, einmal länger auszuschlafen, wurde demnach gerne genutzt. Aber Vorsicht: Wissenschaftler haben nun herausgefunden, dass zu viel Schlaf das Riskiko für Herzerkrankungen erhöht.

Nicht mehr als acht Stunden pro Nacht!

„Schlafen ist was für Weicheier“, soll die britische Politikerin Margaret Thatcher gesagt haben. Sie selbst hat angeblich nie mehr als vier Stunden pro Nacht geschlafen.

Doch Schlaf ist unverzichtbar und eine wesentliche Voraussetzung für unsere Gesundheit und Leistungsfähigkeit.

Forschern vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) zufolge schläft der Durchschnittsdeutsche unter der Woche auch die empfohlenen sieben Stunden. Am Wochenende sind es sogar acht.

Doch wie sich nun herausstellt, ist zu viel Schlaf offenbar auch nicht gesund. Wissenschaftler von der Norwegian University of Science and Technology haben herausgefunden, dass sich das Risiko für Herzkrankheiten erhöht, wenn man mehr als acht Stunden pro Nacht schläft. Die Wissenschaftler sind sich jedoch nicht sicher, warum das so ist. Die Forschungsleiterin Linn Beate Strand erklärt:

„Wir wissen nicht, welcher Mechanismus einen direkten kausalen Zusammenhang zwischen langer Schlafdauer und einem erhöhtem Todes-Risiko wegen einer Herzerkrankungen bedingt“

Das Team um Strand wertete Daten von knapp 400.000 taiwanesischen Erwachsenen aus, die nach ihren Schlafgewohnheiten befragt wurden. Von den Befragten starben 711 Menschen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie in einer Folgeuntersuchung festgestellt wurde.

Verglichen mit den Befragten, die zwischen sechs und acht Stunden schliefen, stieg die Wahrscheinlichkeit, an einer Herzkrankheit zu sterben, bei denjenigen, die mehr als acht Stunden schliefen, um 53 Prozent.

Auch unter Berücksichtigung weiterer Risikofaktoren lag die Wahrscheinlichkeit um 28 Prozent höher.

Was sind die Risikofaktoren?

Zu solchen berücksichtigten Faktoren gehörten Bildung und Familienstand genauso wie Alter, Geschlecht und Blutdruck. Ob die Betroffenen Sport trieben, rauchten oder Alkohol konsumierten, wurde ebenfalls mit einkalkuliert.

Ein Teil der Erklärung könnte bei Faktoren zu finden sein, zu denen die Wissenschaftler keine Informationen hatten. Hierzu zählen etwa ein niedriger sozioökonomischer Status, eine Depression, Arbeitslosigkeit oder eine Atemstörung.

In jedem Fall gilt es zu berücksichtigen: Genug Schlaf ist definitiv nötig, zu viel kann aber auch ungesund sein.

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