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7 Fehler bei der Gehaltsverhandlung, die euch um viel Geld bringen können

Gehaltsverhandlungen können eine heikle Angelegenheit sein. Business Insider hat aufgeschrieben, in welche 7 Fallen ihr nicht tappen solltet.

Gehaltsverhandlungen: ein echter Drahtseilakt

Gehaltsverhandlungen fallen vielen Menschen schwer. Und das vielleicht zurecht, denn es gibt tatsächlich viele heikle Aspekte in so einem Gespräch.

Welche 7 Fehler ihr unbedingt vermeiden solltet, damit eure Verhandlung ein voller Erfolg wird, haben Libby Kane und Annette Dönisch für unseren Partner Business Insider zusammengefasst.

Das Gehalt, das man verdient

W enn es daran geht, das Gehalt zu verhandeln, werden viele Menschen nervös. Wie kann man das Beste für sich herausholen, ohne zu viel zu fordern und möglicherweise den Job zu riskieren?

Gerade in den ersten Berufsjahren müsst ihr jedoch geschickt feilschen, um euer Einkommen rasch zu steigern. Wenn ihr zehn Jahre lang schlecht bezahlt werdet, ist es schwierig, noch auf das Gehalt zu kommen, das ihr tatsächlich wert seid. Wie aber könnt ihr das Gehalt erreichen, das ihr verdient?

Der Experte Lee E. Miller hat in seinem Buch wertvolle Tipps für die Gehaltsverhandlung zusammengestellt. Sieben Fehler, die ihr auf jeden Fall vermeiden solltet, stellen wir euch vor.

Ihr akzeptiert das erste Angebot

Das erste Gehaltsangebot solltet ihr nie annehmen. Der Arbeitgeber rechnet damit, dass ihr mit ihm diskutiert. Vor allem, wenn es um einen höheren Posten geht.

Es kommt sogar schlecht an, wenn ihr euer Gehalt nicht verhandelt. Der Chef fragt sich dann, ob ihr fähig seid, im Sinne der Firma zu verhandeln. Also los, traut euch! Es ist euer gutes Recht, das Beste für euch rauszuschlagen.

Ihr glaubt, was euch gesagt wird

Häufig bekommt ihr in Gehaltsverhandlungen Dinge zu hören wie: „Dieses Angebot ist fix“ oder „Das ist alles, was wir anbieten können“. Glaubt das nicht.

Beinahe jedes Angebot ist verhandelbar. Und vor allem das erste Angebot ist sehr selten das Beste. Ihr solltet es auf jeden Fall wagen und nach einem anderen Angebot fragen. Selbst wenn das Gehalt feststeht, könnt ihr noch zusätzliche Leistungen oder die Arbeitszeit verhandeln.

Ihr schiebt die Gehaltsverhandlung auf

Manche Menschen denken: Erst beweise ich meinem Boss, was ich wert bin, und dann frage ich nach mehr Geld.

Das Problem dabei: Wenn ihr mit einem niedrigen Gehalt einsteigt, ist es schwer, euren Wunschlohn zu bekommen. Holt lieber immer den in diesem Moment besten Deal für euch heraus.

Manchmal kann es zwar vorkommen, dass ihr in einer Situation seid, in der ihr nicht nach einem besseren Lohn fragen könnt. Das trifft zum Beispiel zu, wenn ihr gerade den Geschäftsbereich gewechselt habt und euch erst einarbeiten müsst. Sobald ihr aber qualifiziert seid, solltet ihr nach einer Gehaltserhöhung fragen und, falls ihr diese nicht bekommt, den Job wechseln.

Ihr zeigt, dass ihr nicht gehen würdet

Ihr solltet euch nie anmerken lassen, dass ihr den Job auf keinen Fall wechseln werdet. Das bringt euch in eine ungünstige Verhandlungsposition.

Wenn euer Chef merkt, dass ihr aus familiären Gründen oder weil euch der Job Spaß macht niemals gehen würdet, warum soll er euch dann mehr bezahlen? Es geht immer darum, wie viel ihr auf dem Markt mit euren Fähigkeiten und eurer Erfahrung wert seid.  Zahlt euch euer aktueller Arbeitgeber dieses Gehalt nicht, solltet ihr den Job wechseln. Bekommt ihr auf dem Markt doch nicht mehr, scheint das euer aktueller Wert zu sein.

Ihr droht damit, zu gehen

Es macht einen Unterschied, ob ihr offen lasst, dass ihr gehen könntet oder ob ihr damit droht, die Firma zu verlassen.

Diese Drohung solltet ihr nicht aussprechen:

„Ich habe ein anderes Angebot. Wenn Sie mir mein Gehalt nicht erhöhen, gehe ich.“ Es könnte funktionieren, aber gerne hört euer Chef das nicht. Besser ist, eine Frage zu formulieren: „Ich arbeite wirklich gerne hier, aber eine andere Firma bietet mir wesentlich mehr Geld. Können Sie mir irgendwie helfen, meinen Marktwert zu bekommen? Ich möchte das andere Angebot nicht annehmen, aber es zeigt mir, dass ich gerade unterbezahlt bin. Können wir das ändern?“

So vermittelt ihr eurem Arbeitgeber, dass ihr bei ihm glücklich seid, es aber auch andere Firmen gibt, die an eurer Arbeit interessiert sind. Was ihr allerdings nicht tun solltet: Andere Angebote erfinden. Bleibt bei der Wahrheit.

Ihr sprecht darüber, was „gerecht“ ist

Das Wort „gerecht“ solltet ihr niemals verwenden, wenn es um das Gehalt geht. Seht die Verhandlung eher als Wettbewerb, in dem es darum geht, das Beste herauszuholen.

Es gibt zwei Faktoren, die euch mehr Geld einbringen: Wenn ihr ein anderes Angebot habt oder wenn euer Arbeitgeber befürchtet, dass ihr euch einen anderen Job sucht.

Wenn ihr sagt „Mein Gehalt ist nicht gerecht“, ruft das bei eurem Arbeitgeber eine negative Reaktion hervor. Wenn ihr aber sagt „Die Firma xy ist auf mich zugekommen und sie bieten mir einen Job mit dem Gehalt yz“, nimmt euch das keiner übel. Die Reaktion des Arbeitgebers ist eher: Wir wollen diese Person nicht verlieren. Was können wir also machen, um sie zu halten.

Ihr habt Angst, mit einer höheren Gehaltsforderung das Jobangebot zu verlieren

Ihr solltet keine Angst davor haben, mit der Frage nach mehr Geld das Jobangebot zu gefährden. Es kommt aber darauf an, wie ihr diese Frage formuliert. Geschickt ist: „Ich denke, dieses Gehalt ist unter meinem Marktwert. Können sie die Höhe überdenken?“

Damit lehnt ihr den Job nicht ab, aber gebt zu verstehen, dass ihr noch nicht ganz zufrieden seid. Macht euch bewusst, dass der Arbeitgeber euch einstellen will und möchte, dass ihr zufrieden anfangt.

Der Schlüssel zum Erfolg: Nennt Gründe für euer Wunschgehalt. Der Arbeitgeber möchte nicht, dass ihr unglücklich den Job antretet. Dann seid ihr nämlich sofort wieder weg, sobald euch jemand ein besseres Angebot macht. Wenn ihr eure Gehaltsforderung also gut begründet, werdet ihr das Geld wahrscheinlich auch bekommen.

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