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So versauen euch schwierige Kollegen nicht mehr den Tag

So sehr wir manche Kollegen leiden mögen, so sehr kann uns ein einzelner unter Umständen die Arbeitstage versauen. Wir verraten dir, wie es mit den Kollegen klappt.

 

Man kann nicht jeden mögen 

Es könnte so schön und entspannt sein: die Arbeit, das Team, wenn da nur dieser eine Kollege nicht wäre. Die Anderen können mit ihm, aber du bekommst schon die Krise, wenn du nur an ihn denkst. Eben dieser eine Kollege reizt dich. Du könntest jedes Mal in die Luft gehen, wenn er wiederholt den gleichen Fehler macht oder du ärgerst dich über seine schlechte Kommunikation, sein Verhalten …

Die Kommentare der Kollegen: „So schlimm ist der doch gar nicht …“ oder: „Ich weiß gar nicht, was du gegen den hast …!“ Alles Aussagen, die dir nicht helfen, im Gegenteil, die deine Aversion gegen diese Person eher noch verstärken.

Du hast die Wahl: Du kannst dich aufregen, du könntest auch beginnen ihn zu mobben, oder du kannst pragmatisch eine Lösung finden, um das Thema und deinen Ärger zu beenden. 

Ärgern kostet zu viel Energie

Hast du dir schon einmal Gedanken darüber gemacht, welche Macht du dieser Person über dich gibst? Wenn du zusammen zählst, wie oft und wie lange du in Gedanken bei dem Ärger verweilst, wie lange und wie oft du an die Person denkst – ist es das Wert? Willst du das?

Wie viele Gedanken verwendest du hingegen für die Kollegen, die du magst? Wahrscheinlich wesentlich weniger.

Wenn wir uns ärgern, passiert etwas in unserem Gehirn: Wenn wir angegriffen werden, beginnen wir uns zu verteidigen. Auch wenn wir heute nicht mehr in Höhlen wohnen und die Bedrohungen sich verändert haben, bei Angriff beginnen wir uns zu verteidigen.

Der Kollege als Angreifer?

Wir verteidigen uns gegen den Kollegen. Doch warum? Stellt er wirklich eine Bedrohung dar. Ja, in den meisten Fällen, eine emotionale Bedrohung. Aber die betrifft dich ganz alleine und nicht ihn. Es stört dich! Folglich hat es etwas mit dir zu tun.

Du kannst beginnen den Kollegen zu erziehen, damit er so handelt, wie du es dir wünscht. Aber was ist, wenn der Kollege, der zwei Türen weiter sitzt, ihn ganz anders versucht zu erziehen. Und wenn der Abteilungsleiter wieder etwas ganz anderes von ihm verlangt.

Entweder der Kollege ist ein guter Schauspieler und kann all diese Rollen gleichzeitig einnehmen oder er kapituliert an den verschiedenen Anforderungen. Niemand möchte gegängelt werden, jeder Mensch hat ein Recht darauf so zu sein, wie er ist. Auch der Kollege – egal, wie sehr er nervt.

Fang bei dir selbst an

Im Grunde kannst du nur dich verändern, deine Einstellung gegenüber dem Kollegen. Hör auf, ihn stundenlang in deinen Gedanken kreisen zu lassen. Wenn du dich über ihn ärgern, dann schau auf die Uhr, gib dem Ärger genau fünf Minuten und dann hör auf dich zu ärgern. Denk lieber an eine etwas Schönes.

Und jedes Mal, wenn du dich für exakt fünf Minuten geärgert hast, dann nimm dir weitere zwei Minuten Zeit und schreibe auf, was der Kollege gut macht. Was er gut kann. Überlege dir drei Dinge, für die du ihn loben kannst. Wofür du ihm dankbar bist.

Finde das Positive 

Am Anfang wird dir vielleicht nicht viel einfallen. Doch mit der Zeit wirst du den Kollegen mit anderen Augen betrachten, denn, so viel ist sicher, er hat ja auch gute Seiten. Der Ärger wird vielleicht bleiben – aber er relativiert sich und nimmt in deinem Leben nicht mehr so viel Raum ein. Er verliert deutlich an Macht.

Du gewinnst eine positivere Einstellung, dadurch wirst du zufriedener und glücklicher werden. Langjährige Erfahrung zeigt, dass sich die Lage entspannen wird und du viel friedlicher arbeiten kannst.

Dadurch, dass wir über den Ärger sprechen, mit der Freundin, dem Partner, den Kollegen, kocht dieser immer wieder aus Neue hoch. Es ist in manchen Situationen sicher wichtig und richtig, sich „auszukotzen“. Doch danach sollte es auch wieder gut sein. Jedes weitere Aufkochen bedeutet nur, dass du den Ärger und das dazugehörige Gefühl erneut spürst und die Wut wächst. Nutz deine Energie lieber für Dinge, die dir Freude machen, dann klappt es mit den Kollegen besser – und du bist glücklicher. Das nennt man dann eine Win-Win-Situation.


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