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Warum der Verlust eines Haustieres so weh tut

Wenn die Katze oder der Hund stirbt, bricht für den Besitzer eine Welt zusammen. Außenstehende verstehen die massive Trauer oft nicht. Dabei ist sie auch bei dem Verlust eines Tieres normal.

Klar ist das Familie!

Hunde und Katzen können locker älter als zehn Jahre alt werden. Sogar robuste Kaninchen erreichen dieses Alter. Haustiere begleiten ihre Besitzer daher oft eine sehr lange Zeit und in unterschiedlichen Phasen ihres Lebens, wechseln die Stadt mit, bleiben, wenn der Partner geht oder überleben ihn sogar. Tiere wachsen uns ans Herz – und obwohl man darüber streiten kann, ob sie einen Lebenspartner oder Kinder nun ersetzen können oder nicht, ist klar, dass der Verlust eines geliebten Tieres eine Lücke hinterlässt. Kaum etwas fürchten Tierbesitzer mehr, als dass ihr flauschiger Begleiter sterben könnte. Schon im Kindesalter ist der Tod eines Haustiers die erste frühe Erfahrung, die Menschen mit dem Lebensende machen. Ich erinnere zu gut, als mein erstes Kaninchen tot im Stall lag und wie wichtig es war, Abschied zu nehmen. Das neue Kaninchen ersetzte das alte nicht einfach.

Andere Tierbesitzer verstehen, was es bedeuten kann, wenn die Morgenroutine wegfällt, zum Beispiel mit dem Hund vor die Tür zu gehen oder einfach der Katze ihr Futter zu geben. Der Tod eines Tieres kann traumatisch sein, weil sowohl im Herzen als auch im Alltag eine Leerstelle entsteht. Sie ist vergleichbar mit dem Verlust eines Freundes oder Familienmitglieds, denn schließlich haben wir nicht nur viel Zeit mit dem Haustier verbracht: Wir projizieren Gedanken, Gefühle und Ideen auf unsere wilden Freunde. Das bedeutet auch: Wir sehen uns in unseren Tieren! Zwar müssen Hundebesitzer nicht langfristig aussehen wie ihr Border Collie, diese oft scherzhaft gemeinte Beobachtung vermittelt aber im Kern, dass Tiere uns als so genannte Selbstobjekte dienen – ein psychologischer Ausdruck, geprägt von Heinz Kohut, der die Selbstpsychologie als etwas notwendiges zur Aufrechterhaltung des Selbstwertgefühls beschreibt. Ein Haustier ist somit ein Objekt, das seiner Bezugsperson positive Erfahrungen ermöglicht.

Wenn Hundebesitzer befragt werden, wie nah sie ihrem Haustier stehen, ordnet ein sehr hoher Prozentsatz ihren Vierbeiner als nächste Bezugsperson ein. In einer Studie von 1988 („The human-canine bond: Closer than family ties?“) sagten 38 Prozent der Hundebesitzer, ihr Hund sei ihnen am nächsten. Im Schnitt wurde der Hund von allen Befragten, die in einem Kreis aufzeichnen sollten, wie nah der Hund ihnen steht, näher als das durchschnittliche Familienmitglied eingezeichnet – in der Regel war der Vierbeiner genauso nah wie das engste Mitglied der Familie.

Wie Tiere Freunden ähneln

Um zu verstehen, warum Kleintiere einen so hohen Stellenwert im Leben ihrer Besitzer einnehmen, bietet es sich an zu schauen, was Menschen an ihren Freundinnen und Freunden so schätzen. Als Antworten hört man dann zum Beispiel: „Er verurteilt mich nicht“, „Sie unterstützt mich“, „Sie ist aufrichtig und akzeptiert mich so, wie ich bin“, „Er hört gut zu“, „Sie respektiert und unterstützt mich“, „Er teilt meinen Humor“. Wie selten vereinen sich all diese Dinge in einer Person. Diese Erwartungen an einen Freund jedoch kann man in einem Haustier sehr gut spiegeln.

Zudem können Menschen von ihren Tieren lernen. Für ein Haustier muss man Verantwortung entwickeln, sehr oft Geduld, Freundlichkeit, Disziplin, Verspieltheit – und sehr viel Liebe. Weil wir an Tieren wachsen, machen sie uns glücklich und dankbar.

Die bedingungslose Liebe, die Besitzer ihren Tieren oft entgegenbringen, ist auch ein Grund, warum es so schmerzhaft ist, wenn sie sterben. Denn im Gegensatz zu den komplizierten Beziehungen, die wir mit Menschen haben, sind die Gefühle für das Tier nahezu ausschließlich positiv – auch, wenn sie regelmäßig Schuhe zerkauen, Sofas zerkratzen oder Stuhlbeine annagen. Ein Artikel im wissenschaftlichen Journal Animals & Society, in dem verschienene Studien verglichen wurden, kam zu der Schlussfolgerung, dass der Tod eines Tieres tatsächlich genauso schlimm sein kann wie der Tod eines Menschen. Für Außenstehende mag diese tiefe Trauer unverständlich sein, doch wenn man sich bewusst macht, dass ein Hund oder eine Katze der trauernden Person zum Beispiel konstant Gesellschaft geleistet hat – anders als Personen im Freundeskreis – macht es sehr viel Sinn, dass der Tod dieses engen Freundes so schmerzhaft ist.

Trauer braucht Zeit – auch bei Tieren

Aus diesem Grund ist es so wichtig für den jeweiligen Tierbesitzer, seine Trauer anzunehmen und nicht als lächerlich oder überzogen zu verdrängen – und für sein Umfeld ratsam, die Trauer ernst zu nehmen und die trauernde Person zu unterstützen.

Es ist normal, wenn du immer wieder denkst, dein Tier würde ja doch Zuhause auf dich warten und enttäuscht bist, wenn die Katze eben nicht auf der Fensterbank sitzt. Und es sind normale Gefühle, sich wie ein Verräter vorzukommen, bei dem Gedanken, irgendwann ein neues Haustier zu wollen.

Auch bei Tieren durchlaufen Menschen verschiedene Trauerphasen, wie zum Beispiel die Schweizer Psychologin Verena Kast den Trauerprozess skizziert hat:

1) Nicht-Wahrhaben-Wollen

Viele Menschen erfahren den Tod als Schock, was heftige körperliche Symptome hervorbringen kann. Sie fühlen sich verzweifelt und hilflos, wirken erstarrt oder apathisch. Diese Phase kann ganz unterschiedlich lang andauern.

In dieser Phase brauchen die trauernden Menschen vor allem Hilfe von ihrem Umfeld, was sie ihnen zusichert, dass ihre Emotionen angemessen sind und sie zum Beispiel bei täglichen Aufgaben unterstützt. Ganz wichtig ist es, deine Freundin oder deinen Freund jetzt nicht allein zu lassen.

2) Aufbrechende Emotionen

In der zweiten Phase kommen die starken Gefühle zurück. Vielleicht auch Wut, wie „Warum musste das ausgerechnet jetzt passieren?“, „Warum so früh?“. Vielleicht sind auch aggressive Gefühle dabei, die sich gegen den Tierbesitzer selbst richten und er sich Vorwürfe macht, besser aufgepasst oder sich besser gekümmert haben zu sollen. Auch diese Phase kann mehrere Monate lang anhalten.

Ein Tipp, den Trauerberater geben, ist all diese Gefühle nicht zu unterdrücken, sondern ihnen Raum zu geben. Unterdrückte Gefühle führen eher zu Depressionen.

Als Freund oder Familienmitglied solltest du auch in dieser Phase dasein und zuhören, aber Schuldgefühle nicht bekräftigen, sondern nur zur Kenntnis nehmen. In der zweiten Phase kannst du der trauernden Person aber schon Anregungen geben, Dinge für sich zu tun, die ihr gut tun.

3) Suchen und Sich-Trennen

Die dritte Phase dreht sich viel um gemeinsame Erinnerungen: „Dort sind wir oft spazieren gegangen“, „Wisst ihr noch, als Freddy in meine Hand passte …“. In dieser Phase lernt der Trauernde, dass das verstorbene Lebewesen tatsächlich nicht mehr da ist, und zu einem ,inneren Begleiter‘ werden kann. Wenn diese Phase schlecht verläuft, ist die trauernde Person aber tieftraurig und entfremdet sich von der Realität. Manchmal haben Personen jetzt suizidale Gedanken. Wenn das Haustier mit einem Lebenspartner gleichgesetzt wurde, kann der Verlust als so schwer erlebt werden.

Freunde sollten der betroffenen Person jetzt vor allem Geduld entgegenbringen und nicht dazu drängen, die Trauer zu beenden. Gerade aggressive Gefühle wie Suizidgedanken sollten behutsam begleitet werden und im Zweifel professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden. Wenn der Tierbesitzer versucht, sich neu zu orientieren und Dinge zu unternehmen, unterstützt ihn dabei.

4) Neuer Selbst- und Weltbezug

In der letzten Trauerphase erkennt der Tierbesitzer, dass das Leben weitergehen wird und hat für seinen gestorbenen Gefährten einen Platz in der guten Erinnerung geschaffen. Die Person beginnt, sich wieder mehr für den Alltag zu interessieren, wieder aktiv zu werden und denkt nun mittlerweile vielleicht schon darüber nach, sich wieder einen Hund, eine Katze etc. anzuschaffen, die Teil des eigenen Lebens werden soll.

Als Freund des Trauernden kann es jetzt unterstützend wirken, auch als Trauerbegleiter loszulassen und zu respektieren, dass man selbst weniger gebraucht wird. Gleichzeitig sollte man im Hinterkopf behalten, dass der Trauernde vielleicht doch noch einmal rückfällig wird. Während der Trauer da zu sein ist ein wertvoller Freundschaftsdienst – bietet ihn an, wenn eure eigene emotionale Verfassung das zulässt.

Wenn ein Tier, zum Beispiel ein Kaninchen, über ein Jahrzehnt mit dir zusammenlebt, ist es normal, dass sein Tod dich aus der Bahn wirft. (Bild: Noah Silliman – unsplash)

Die Verluste von Tieren entstehen – im Gegensatz zum Menschen – nicht nur durch den Tod. Manchmal verschwinden Haustiere auch aus dem Garten, ohne zurückzukehren, sie werden geklaut oder bei der Trennung von einem Partner nimmt dieser den Hund mit zu sich. Da es sich um einen gleichwertigen Verlust handelt, greift der Trauerprozess jedoch auch hier.

Wenn das Tier eingeschläfert werden muss

Ein zusätzlicher Sonderfall bei dem Verlust eines Haustieres ist die Entscheidung, das Tier einzuschläfern, denn hier beginnt die Trauer noch vor dem Tod und eventuell greifen Zweifel und Schuldgefühle, die zusätzlich belasten. Ist es der richtige Zeitpunkt?

Hier kann ein Gespräch mit einem einfühlsamen Tierarzt helfen. Zudem kannst du dir bewusst machen, dass du zu dem Zeitpunkt, zu dem du eine Einschläferung in Erwägung ziehst, schon sehr viel für dein Tier getan hast, um sein Leben zu retten. Du gibst es nicht leichtfertig auf. Ein Haustier einzuschläfern soll nicht den Menschen entlasten, sondern vor allem dem Tier vermeidbares Leiden ersparen. Egoistisch ist eher, auf den natürlichen Tod des Tieres zu warten, wenn es große Schmerzen hat. Auch wenn wir als Besitzer gern daran glauben möchten: Tiere können in der Regel nicht signalisieren, wann es für sie die richtige Zeit ist, zu gehen. Eine Tierärztin kann dich hier beraten – und wenn dein Tier bereits schwere Krankheitszeichen zeigt und sichtlich leidet, solltest du darüber nachdenken, ob du die Entscheidung hinauszögerst, damit deine eigene Trauer erst später einsetzt.

Vielleicht hilft dir jetzt, deine eigene Haltung zu Sterbehilfe für Menschen zu reflektieren. Wie möchtest du aus dem Leben gehen? Was wünscht du dir von Angehörigen und Freunden, wenn deine Schmerzen oder eine Krankheit nicht mehr zu ertragen wären?

Jeder trauert anders

Für Trauer gibt es keine Regeln. Wie sehr dich der Tod deines Tieres trifft, kann von ganz unterschiedlichen Dingen abhängen, zum Beispiel wie alt du selbst oder auch das Tier war, wie lange es bei dir lebte, wie wichtig es für dich war und die Umstände des Verlustes.

Trau daher auch deinem Bauchgefühl, wenn es darum geht, mit der Trauer umzugehen. Vielleicht hilft dir ein gerahmtes Foto, ein persönlicher Grabstein, wenn du es bestatten kannst oder andere Formen der Erinnerungen. Es ist okay, eure gemeinsame Zeit lebendig halten zu wollen. Diese Jahre kann euch niemand nehmen – und es ist ein gesunder Weg der Trauer, daran erinnern zu wollen.

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  1. Vielen Dank das ich die Seite gefunden habe, am 16.9 19 habe ich auf furchtbare Art mein 13 Jahre alten Kater zweieinhalb Std begleitet, durch seine Schmerzen, beim notdienst wurde er als verstorben registriert, gestern aufn Tier Friedhof beigesetzt,

    1. Mein Schatz ist auch nur 13einhalb geworden. Gestern früh zwischen 4:00 – 04:30 Uhr ohne mich in einer Notdienstklinik verstorben wo ich Ihn am Abend zuvor hinbringen mußte und nicht mit runter durfte, nicht bleiben durfte.
      Bei seiner Geburt war ich dabei, weiß den genauen Tag aber nicht.
      Ich sage jetzt 20.06.2006.
      Der erste Anruf kam wie versprochen, falls was passiert, um 04:00Uhr.
      Habe fest geschlafen. Es hieß desto später angerufen wird, desto besser.
      Ich habe geträumt das er wach ist und eine Tierärztin noch sagt „der hört
      ja gar nicht mehr auf zu Essen“. Um 07:00 Uhr habe es dann das Telefon gehört.
      Mein Vater vor 17 Jahren, meine Mama vor einem halben Jahr und jetzt mein Kater, alle an Krebs gestorben. Meine Mama war noch nicht unter der Erde,
      da ging es mit Ihm weiter. Ich schaue automatisch nach dem Klo und nach dem Essen, aber es gibt nichts mehr zu tun. Beim Laufen achte ich auf meine Füße, aber da ist niemand auf den ich achten müßte.
      Ich bin auf diesen Text gestoßen auf der 11. Seite einer Suche mit den Worten
      „Warum ist mein Kater nur 13 geworden“. „Noch so jung“, „da hatte er aber noch ein paar Jährchen“ ist das Schlimmste das ich seit einem halben Jahr zu
      hören bekomme, bis hin zum Anruf bei der Tierbestattung gestern Vormittag.
      Das trifft mich besonders hart, weil die Stelle in diesem Text mit dem Verweis auf Kohut so relevant für mich ist. „Selbstwert“ und „Ermöglichung
      positiver Gefühle“. Viel Verantwortung für die kleinen Katzenschultern, aber
      genau das hat er bewirkt.
      Jetzt ist er weg, liegt in einer Kühlbox, soll am Mittwoch verbrannt werden und ich soll damit klar kommen…

      1. Hallo,

        mir tut das so weh und so leid was den ganzen Tieren und ihren Besitzern hier für Schicksale zu Grunde liegen.
        Ich hoffe es geht den Besitzern inzwischen besser.
        Ich hoffe man sieht das gute was man mit dem Tier hatte…

        Wir mussten heute unsere Katze Mia einschläfern lassen.
        Mia hat sehr gekämpft und sie wollte auch kämpfen.

        Wir haben keine Instanz ausgelassen um ihr zu helfen. Das Geld war und ist egal.
        Wir haben den Ärzten gesagt Geld spielt bei einem Tier was man liebt keine Rolle.

        Wir haben um ihr Leben gebettelt, sind auf die Knie gefallen und haben zum großen Manitu gebetet.

        Machen konnten sie nichts mehr.

        Jetzt ist da ein unerträglicher schmerz, auf der Brust und ein sehr flaues Gefühl im Magen.

        Leider geht das Leben weiter, wir müssen gleich arbeiten, obwohl wir uns am liebsten mit zu Mia legen wollen.

        Wir lieben dich Mia, danke das du dich um uns gekümmert und unser leben so bereichert hast.
        Gäbe es eine Möglichkeit…ich würde sie ergreifen um dich bei uns zu haben.

    2. Ich kann euch allen sowas von nachempfinden, was es heisst sein geliebtes Tier zu verlieren.
      Ich habe am 24.11.19 meinen alles geliebten Kater gehen lassen müssen. Und das einzige was ich von Familie und Freunden höre ist: er war ja eh über 18 Jahre, ist ja eh alt geworden….! Aber das es vielleicht gerade deshalb auch so weh tut, weil man so eine lange Zeit miteinander erlebt hat, auf das kommt keiner. Ich könnte Tag und Nacht nur mehr weinen, am späten Nachmittag und Abend wirds besonders schlimm,wie ihr auch schon geschrieben habt, man sieht sich um, wo sein Liebling ist, alles erinnert einen, ein furchtbares Gefühl. Ich wünsche euch allen viel Kraft und denke an Euch, hoffentlich gibt es irgendwann wieder ein Lächeln im Herzen!

      1. Ich weiß wie das ist, wenn man sein geliebtes Tier nicht mehr hat. Mir ging es vor fast 5 Wochen so. Mein Max wäre im Juli 2020 19 Jahre geworden. Er war mein Lebensinhalt, mein Freund und täglicher Begleiter. Ich weine jeden Tag um ihn und kann es noch nicht wahrhaben das er nicht mehr da ist. Ich kenne die blöden Sprüche, er war doch schon so alt da mußt du dir einen neuen holen. Menschen die noch nie ein Tier hatten können das nicht verstehen.Ich wünsche jedem der sein Tier verloren hat viel Kraft und wieder neuen Lebensmut, aber er wird noch lange nicht vorbei sein das Heimweh.

  2. Hallo Anja, auch ich musste meine große Liebe, mein katerchen nach 15 Jahren und 5 Monaten gehen lsssen. Es ist so furchtbar , ich kann es nicht mit Worten beschreiben. Er ging am 7.11.19 für immer von mir, und ich weiß nicht wie es für mich weitergeht. Der einzige und doch schwache Trost er ist in meinen Armen und in seinem geliebten Zuhause gegangen.

    1. Liebe Petra, mir geht es gerade genau so. Unsere geliebte Katze Sammy ist am 28.1.20 eingeschläfert worden. Bei uns zu Hause und in meinem Arm. Gestern haben wir uns auf dem Tierfriedhof noch einmal von ihr verabschieden können, bevor sie ins Krematorium überführt wird. Die Urne wird einen Platz bei uns im Garten finden, da wo sie am liebsten gelegen hat.
      Ich kann meine Trauer nicht in Worte fassen und weine seit Dienstag unaufhörlich. An jeder Ecke fehlt sie und das Haus ist so leer und still ohne sie. 15,5 Jahre war sie bei uns. Ist mit uns zu einer Familie verschmolzen, hatte ihre Rituale und war wie ein Hund. Ich weiß nicht, ob ich den Verlust jemals überwinden kann. Die Trauer ist so groß und mir ist mein größter Schatz genommen worden. Immer frage ich mich, ob ich noch etwas hätte tun können, war es vielleicht zu früh, hätten noch andere Medikamente geholfen? Vllt wollte sie noch gar nicht gehen? Unsere Tierärztin, die sie von Anfang an betreute, sagte, dass sie große Schmerzen hätte und ein Ende mit Schrecken besser ist, als sie leiden zu lassen.
      Ich liebe sie so und weiß nicht, wie ich ohne sie weiterleben soll. Nie wieder streicheln, kein Miau zur Begrüßung mehr, kein kuscheln aus dem Sofa.. ich bin untröstlich.

  3. Hallo Zusammen, ich bin 54 und männlich, keine Familie und alleine wohnend. Habe mir 2005 ein kleines Haus gekauft und von Anfang an kam Kater Findus als Baby Katze zu mir, ihn hatte meine damalige Freundin vom Hof Ihrer Eltern mitgebracht. Am 03.02.2020 habe ich ihn einschläfern lassen, ist also an die 15 Jahre alt geworden. Der Gesundheitszustand verschlechterte sich seit Neujahr in dem er nicht mehr aß und abmagerte. Ich habe alle möglichen Nahrungsmittel ausprobiert, auch Baby Nahrung war dabei. Das einzige was er noch wollte war Speisequark und anfangs etwas Tunfisch. War im Januar mehrmals beim Tierarzt, Bis auf erhöhten Blutdruck und erhöhte Leberwerte konnte der Arzt nichts konkretes feststellen. Medikamente brachten keine Besserung. Findus baute immer mehr ab, schlief nur noch, nahm nicht mehr aktiv am Leben teil und der Gang zum Katzenklo war für ihn mehr als anstrengend. Als gewohnter Freigänger ging er dann auch in der letzten Januar Woche gar nicht mehr raus, nicht einmal mehr um sein Geschäft zu machen. Er schlief immer nachts bei mir im Bett und ich merkte auch bereits tagsüber, dass er schwer atmete, sehr unruhig war und Geräusche vor Schmerzen machte. Ich hatte das Gefühl, dass er nicht mehr will und dachte bereits Ende Januar daran ihm zu erlösen. -Brachte ich jedoch nicht übers Herz. Wir verbrachten dann noch das letzte Wochenende zusammen und es wurde immer schlimmer. Auch der Tierarzt war gestern meiner Meinung, dass die Zeit gekommen sei. Ich wollte ihn von seinen Schmerzen erlösen und nicht aus Egoismus noch einige Zeit quälen. Beim einschläfern war ich dabei und es war mit das schlimmste Erlebnis in meinem Leben, es bracht mir das Herz insbesondere in dem Moment als er dann völlig leblos in meinen Armen lag. Zu Hause habe ich ihn in seinem geliebten Garten, eingewickelt in einem Pulli von mir mit einer roten Rose und einen Stoff-Spielpuppe in einem Karton gelegt, vergraben. Für mich ist mein Leben seit diesem Tage völlig aus dem Ruder geraten. Der Tod von Findus nimmt mich emotional sehr mit. Fast 15 Jahre immer an meiner Seite, länger im Urlaub war ich seinetwegen nie, hat mir auch nicht gefehlt, Hauptsache ihm ging es gut und ich war bei ihm. Er war mein Ebenbild und das liebste was ich jemals in meinem Leben besessen hat. Und nun ist er weg, diese Leere, das fehlende Schnurren, seine Wärme, sein weiches Fell, die täglichen Rituale alles ist nicht mehr da. Die Ruhe im Haus ist erschreckend und ich habe nicht einmal Lust das Radio anzumachen oder den Fernseher. Ständig schaue ich auf die Grabstelle meines Gartens mit dem roten Grablicht und mir kommen die Tränen. Ich habe seit Jahrzehnten nicht so viel geweint wie gestern und heute. Wenn ich diese Zeilen schreibe merke ich, dass es mir etwas gut tut. Vermutlich nur bis zum nächsten emotionalem Ausbruch. Gedanken kreisen in meinem Kopf, war der Zeitpunkt des einschläfern der richtige, war ich rechtzeitig beim Tierarzt, hat er in den letzten Jahren die richtige Nahrung bekommen? Eines weiß ich, ihm ging es gut bei mir, er war immer die Nummer 1 und wurde verwöhnt. Und er hat mir mit seinem Wesen viel zurück gegeben. Alleine die Entspannung wenn ich nach einem Stressjob nach Hause kam und er sich schnurrend auf mich, auf dem Sofa liegend, legte. Das ist so ein schönes und inniges Gefühl. Ich habe das bei noch keinem anderen Lebewesen erlebt, auch bei euch Frauen nicht. Ich bin meinem Findus für die letzten 15 Jahre sehr dankbar und hätte noch so gerne ein paar Jahre mit ihm verbracht. Momentan weiß ich nicht, wie ich ohne ihn ein schönes und wertvolles Leben führen soll. Er hat mir so viel gegeben, dass lässt sich mit keinem Geld und keinen materiellen Dingen auch nicht mit einem tollen Auto aufwiegen. Ich werde meinen Findus mein ganzes Leben nie vergessen und ihn lieben. Im Frühjahr werde ich ihn dann seine Grabstätte in meinem Garten richtig schön herrichten. Am Tag seiner Beerdigung war am Bodensee eher Weltuntergangsstimmung und das Grabausheben eine Schlammschlacht. Viele Grüße aus der Nähe von Lindau am Bodensee, Carsten

    1. Ich muss plötzlich weinen weil das ganz ganz schlimm ist.ich verstehe Sie nur allzu gut!es könnte meine Geschichte sein!
      Morgen ist es soweit bei meiner über alles geliebten Katze Amanda,ich muss die einschläfern lassen!mir bricht mein Herz! Ihnen wünsche ich ganz ganz viel Kraft!

      1. Ich habe meinen Kater Filou am 15.03 2020 einschläfern lassen 12 Jahre und es brach mir mein Herz.
        Vorgeschichte angeschwollener Bauch ab zum Tierazt Ulraschall, Blutabnahme, Röntgen
        die Blutwerte waren bei 50 die Tierarzt tippte auf Leberkrebs endgültige Diagnose am nächsten Tag in der Tierklinik Leberkrebs. Mein Kater war Übernacht in der Klinik, morgens bekam ich einen Anruf, dass sie ihn ja gleich einschläfern könnten
        weil nix mehr zu machen ist. Ich bin so schnell wie möglich hin und habe ihn nachhause geholt. Ich habe ihm die letzten 4 Wochen Schmerzmittel verabreicht er fing noch Mäuse und ging sein gewohntes Leben bis die Schmerzmittel nicht mehr wirkten und ich mit ihm zum Tierarzt bin ( einschläfern). Ich habe ihn im Garten eingegraben. Er fehlt und ging es mir noch so schlecht er brachte mich immer zum lächeln. Mein Kater ist das Beste was mir im Leben passiert ist. Die Trauer in mir verstehen leider die wenigsten Menschen. Meine Bindung zu Ihm war vielleicht extrem na und, ich habe auch die Verantwortung für ihn übernommen als er zu mir kam. Ich hoffe verzeiht mir, dass ich für ihn nur das Beste wollte und er Schmerzfrei aus dem Leben gehen kann. Trotz allem habe ich ihm das Leben genommen und es schmerzt.

        Liebe Grüße
        Anita

    2. Lieber Carsten, wenn ich ihren Kommentar lesen, bricht es mir auch das Herz. Mein Kater Max war auch mein ein und Alles und am 2. April mußte ich ihn nach fast 19 Jahren gehen lassen. Einen besseren Freund bekomme ich nie wieder. Der Schmerz ist so groß und ich weiß nicht wie es ohne ihn weiter gehen soll.Kein Mensch kann einem so ein Gefühl geben wie unsere Tiere. Ich wünsche Ihnen viel Kraft und viele Grüße von einer mitfühlenden Tierfreundin

    3. Irgendwie lese ich die Geschichte und denke, sie ist meine. Ich bin 55 Jahre und gestern Abend musste ich meine Mietzi (Freigänger)gehen lassen, um sie vor Schmerzen und Qualen zu schützen. Auch das sie 23,5 Jahre war, mindert mein Leid nicht. Im Gegenteil, sie war so lange bei mir, dass es einfach nur schmerzt und ich mir heute von Arbeit frei genommen habe. Ja, sie hatte ein schönes Alter und wir hatten eine schöne Zeit. Nun ist alles nur noch leise in meinem Leben und die Trauer zu laut.

    4. Ich habe all die traurigen Kommentare jetzt gelesen und kann jeden verstehen und mit ihnen fühlen. Denn auch uns hat der Tod unseres geliebten Maine Coon Katers Charly letzten Freitag, am 17. Juli 2020, komplett aus der Bahn geworfen. Ich hab meinen Tränen beim Lesen hier freien Lauf gelassen, so traurig und fassungslos mit einer unfassbaren Leere,so ergeht es mir auch. Es ist ein wenig Trost zu wissen, dass so viele tierliebe Menschen mit einem großen Herz durch die schmerzvolle Zeit, nicht alleine sind mit ihrer Trauer. Die Texte könnten von mir geschrieben sein, so ähneln sie einander.
      Charly durfte nur etwas älter als 11 Jahre werden. 2009 im September holten wir ihn als 14 Wochen alten Coonie von seiner Mutter und Geschwister,zu uns nach Hause.Ich bin mit Tieren und vielen Katzen aufgewachsen, konnte nicht ohne Katze sein. Zuvor hatten wir unseren Karthäuser im Alter von 10 Jahren über die Regenbogenbrücke gehen lassen. Er hatte Nierenkrebs im Endstadium. Das es ihm nicht gut ging, ahnten wir, doch war ich mir damals sicher, ihn wieder mit nach Hause zu nehmen. Ich war damals allein mit dem Auto zum Tierarzt gefahren und nervlich durch die Diagnose, mit anschließender Empfehlung des sofortigen Einschläferns, total überfordert. Ich bereue es bis heute, dass ich Felix damals in seinen letzten Minuten nicht begleitet habe. Doch ich hatte damals keine Kraft dazu. So nahm ich ihn tot im Kofferraum mit nach Hause.Nachmittags beerdigten wir ihn in unserem Garten. Ich kroch tagelang verheult und desorientiert durch das Leben, das Leben ergab keinen Sinn mehr für mich.
      Es wurde erst wieder heller, bis zu besagtem September, als wir Charly zu uns holten. Er half mir über den Verlust und gab dem Leben wieder einen neuen Sinn. Charly wuchs zu einem stattlichen 10 Kilo schweren, red /creme Coonie heran und eroberte alle Herzen im Sturm. Ich war ihm verfallen und er ließ sich vollkommen auf mich ein. Solch soziales, anhängliches und treues Wesen war mir bis dahin unbekannt. Wir teilten alles zusammen, was man teilen kann. Jährliche Vorsorgeuntersuchen mit Komplettprogramm, nahmen wir überpünktlich wahr. Man möchte seine Treue Seele gut versorgt wissen, dass man noch lange Freude aneinander hat. Die Jahre vergingen und mit Rückblick auf die erste schmerzvolle Erfahrung des Loslassens, mischte sich zunehmend Unbehagen. Das irgendwann auch der Tag kommt, wo Die Welt stehen bleibt.
      Durch seine Größe und Gewicht, bekam er schleichend Arthrose,bekannt bei Coonies. Doch sonst erfreute er sich bester Gesundheit. Sein Appetit war unglaublich, auch liebte er die lebenden Mäuse, die als Geschenk für mich angefacht waren.
      Irgendwann mit zunehmenden Jahren, war er eben nicht mehr jugendlich dynamisch und voller Tatendrang, sondern ließ vieles schleifen. Schlief sehr viel und fraß weniger. Diese Zeit war auch sehr schön, er wurde noch anhänglicher.
      Im April diesen Jahres waren wir wieder zum Checkup und impfen, ausser der fortgeschrittene Arthrose stellte der Tierarzt nichts fest. Doch dann baute er rapide ab, man konnte zusehen. Er magerte ab auf knappe 7 Kilo und nahm plötzlich Abstand von mir. Die kalten Nächte verbrachte er draußen,als wenn er sich verabschieden wollte. Das tat mir sehr weh, ich holte ihn nachts immer hoch,doch er ging wieder raus.
      Kurzum, der kurzfristige Tierarzttermin brachte unerwartet die vernichtende Diagnose – ein 5 Zentimeter größer Tumor im Bauchraum. MCT brachte die endgültige Gewissheit. Der Tierarzt riet uns dann zum Einschläfern. Er wollte ihn nicht operieren,obwohl sein Blutbild trotzdem recht gut aussah. Wir holten uns eine Zweitmeinung bei einem anderen Tierarzt. Entsprechend größere Praxis mit spezialisierten OP Team. Diagnose natürlich dieselbe, aber er machte Hoffnung. Daran klammerten wir uns. Der OP Termin stand kurzfristig und der Tumor wurde entfernt. Er sass im Dünndarm und die anschließenden Bilder dessen, machten uns Angst. Ein Tag später der Befund, dass er bösartig war. Trotz allem hatten wir Hoffnung. Charly erholte sich immens von der OP, nahm 800 Gramm zu und seine Lebensgeister erwachten neu. Von den Strapazen nach so einer OP abgesehen. Halskrause, komplette Bewegungseinschränkung und das eklige Schlammfutter, machten 10 Tage uns allen, vor allem Charly das Leben schwer. Niemand konnte schlafen, der ganze Rhythmus drehte sich um die Genesung. Es war hart, doch er kämpfte sich durch und nach dem Fäden ziehen durfte er wieder in seine geliebte Freiheit nach draußen. Er war so dankbar und ich auch. Tränen der Freude, Demut und Dankbarkeit ließ ich freien Lauf. Doch diese Tränen, wandelten sich innerhalb von 4 Wochen in tiefste Trauer. Der Kontrolltermin war erst für den 22. Juli angesetzt. Diesen Termin – sollte er nicht mehr erleben. Dieselben Symptome wie vor dem Tumor, stellten sich nach ein paar Tagen der Unbeschwertheit wieder ein. Sein Bauch wurde immer runder, ich schob es auf seinen immensen Appetit und Aufholbedarf. Doch der Bauch nahm innerhalb von 3-4 Tagen bedrohliche Ausmasse an. Er wölbte sich wie bei einem trächtigen Tier. Auch zog er sich auffallend wieder zurück. Seine geliebte gekochte Hähnchenbrust erbrach er. Umgehend suchten wir den Tierarzt auf. Irgendwie hofften wir noch auf ein Wunder..ein Kleines. Es war Freitag, der 17.Juli letzte Woche.Um 17 Uhr hatten wir Termin. Die Praxis war brechend voll, auch Notfälle. So wurde es 17:30 Uhr als der Tierarzt kam.Als er Charlys Bauch abtastete, konnte ich in Sekundenbruchteilen realisieren, was nun kam. Den stummen Blick des Tierarztes werde ich nie vergessen. Es hat sich ein neuer Tumor gebildet, fast 10 Zentimeter groß. Auf dem MCT könnte er ihn kaum ausmessen, so groß war er. Dazu war schon Flüssigkeit im Bauchraum und der Darm arbeitete nicht mehr. Es gab keinen Weg ins Leben zurück, nur die sofortige Erlösung. Ab da verlief für mich alles wie in Trance.Ein Weinkrampf nach dem nächsten und mein Herz überschlug sich. Charly lag dort bei vollem Bewusstsein und auch er ahnte, dass wir uns das letzte Mal in die Augen sahen.
      Durch die Hektik der Praxis und die schnelle Entscheidung, stand ich komplett unter Schock. Mein Mann nahm es gefasster auf und wir hielten uns alle drei fest, berührten uns. Charly in der Mitte und wir links und rechts. Ich hatte mir immer geschworen,den Abschied Zuhause,in seiner vertrauten Umgebung zu erleben. Doch kein Gedanke daran , der Tierarzt sagte, der Tumor wäre schon am aufplatzen, wegen der Flüssigkeit im Bauchraum.Der immer gefürchtete Moment war nun da und meine Welt und der Sinn meines Lebens brachen da komplett zusammen.Die Vorwürfe, ihn bewusst dem Schafott auszuliefern, haben mich zerfressen. Ihn dort sterben zu sehen, jegliche Freude aus mir ausradiert. Durch die Narkose dämmerte er etwa 10 Minuten, die sich wie eine Ewigkeit anfühlten, in den Tiefschlaf. Meine Hand legte ich unter sein Herz..es pochte leise. Dann kam die totbringende Injektion..sein Herz schlug nicht mehr. Unter Schock und vorerst tränenleer begaben wir uns mit dem Liebsten, was ich hatte, zum Auto. Gegen 18:30 Uhr waren wir Zuhause, alles war leer, still und voller Trauer. Richtig realisiert hatte ich es trotzdem nicht. Ich fühlte mich schuldig..irgendwas falsch gemacht zu haben. Ich hatte schon einen Hundesarg längere Zeit vorher gekauft, seit ich seine Diagnose wusste. Der Sarg war groß, Charly war über einen Meter lang. Wir haben ihn in seine Kuscheldecke gelegt,etwas Spielzeug dazu und uns ausgiebig verabschiedet.Losgelöst und im Tränenmeer erstickend, haben wir ihn dann im Garten vergraben. Wohl wissend, dass er unheilbar krank war, wir alles getan haben, was machbar war, ist es unfassbar und endgültig. Diese 6 Tage seitdem sind für mich eine Ewigkeit. Vor allem nachts und am Morgen, wenn Charly sonst zu mir kam, ist mein Schmerz untröstlich. Die Furcht vor diesem Tag, an dem man sein Liebstes loslässt, ist nun Realität. Die Dejavus..sie beginnen erst. Beim Öffnen des Kühlschranks, in der Küche, abends im Wohnzimmer kuscheln, wenn er die Türe zum Schlafzimmer selbst geöffnet hat oder auch zu mir ins Bad kam und dort wohlig schnurrend einschlief. Sein Futterplatz, die vielen Hunde- Schlafkörbe, alles ist irreversibel leer. Ich heule mich in den Schlaf und weinend stehe ich auf..ich vermisse ihn überall. Gestern war es unheimlich..ich spürte seinen Hauch an meinen Beinen – er schlich sich immer heimlich an. Sein sanftes Stimmchen..das so unverkennbar war. Ich werde es nie wieder hören und auch ihm nie wieder in seine unglaublich sanften, bernsteinfarbenen, mandelförmigen Augen schauen.
      Der Tierarzt sagte uns vor der letzten Spritze, wir sollten uns nicht erschrecken,die letzten Muskelreaktionen können traumatisierend für uns sein. Charly hatte sie..er holte tief Luft und schnappte unter vibrieren seines Kopfes und seiner Nase diese wieder aus. Dieser grosse Katzenkörper, binnen Sekunden jegliches Lebens ausgelöscht.
      Ich weiß,er leidet nun nicht mehr. Er muss keine Schmerzen mehr ertragen, die auch das Metacam ihm nicht nähmen. Das ist mein einziger Trost, dass er erlöst ist von Qualen und Schmerzen.Ich bin froh,dass ich ihn auf diesem letzten Weg begleitet habe und hoffe, dass meine Trauer ihn nicht verängstigt hat. Man soll stark sein..aber das konnte ich nicht. Er sah meine Tränen und hörte mein Schluchzen,ich bin sehr emotional..was Charly an mir liebte.
      Wir haben ein tiefes Band zueinander und ich spüre, wenn wir uns begegnen.
      Vom Küchen-und Schlafzimmerfenster kann ich auf sein Grab sehen. Eine rote Kletterose und ein Solarengel stehen darauf und nachts leuchtet ein Stern. Heute kam eine kleine Grabplatte mit Gravur und einer schlafenden roten Katze darauf. Als ich den Karton auspackt, fiel ich wieder in ein tiefes Loch und habe den ganzen Nachmittag geweint.
      Mein Leben ist nun leer ohne ihn. Er gab mir das – was ich bei Menschen niemals finde und fand : Bedingungslose Liebe, Treue und Vertrauen.
      Danke Charly, dass ich deine Katzenmama sein durfte. Es war die schönste und erfüllenste Aufgabe in meinem Leben.
      Meine Liebe zu dir kann auch der Tod nicht nehmen.
      Die Zeit heilt keine Wunden,man lernt nur mit dem Schmerz zu leben.
      An alle Trauernden lieben Menschen hier – seid alle lieb umarmt, ihr seid nicht allein. Auch das Wissen darum, gibt mir nun etwas mehr Kraft.
      RIP Charly

  4. Am Samstag den 1.2.2020 ist meine kleine Judy von uns gegangen. Sie war noch viel zu Jung, im August wäre sie gerade mal 3 geworden. Es ist gut das es doch ein paar tröstende Internetseiten gibt, klar, hat man auch Menschen mit denen man reden kann und ich wünsche jeden das Glück mit jemanden zu reden der den Schmerz des Verlustes versteht und ernst nimmt. Doch ist es auch wichtig erstmal selber sich zu verstehen, den vorher kann man sich nicht öffnen. Auch wenn die kleine Maus nur kurze Zeit in meinem Leben war, war sie meine Seelenkatze. Sie und ihr Bruder ergänzen sich und gehören zu mir. Von Anfang an. Jetzt ist da eine große Lücke und ich weiß nicht wie ich damit klar kommen soll. Manchmal fällt es leichter, weil es unwirklich erscheint.. und dann kommen solche kleinen Momente, wo sie bei mir wäre. Immer wenn ich baden/duschen war legte sie sich auf die Badematte.. das erste mal ohne sie und so eine einfache Sache wie duschen machte mich fertig und auch jetzt fällt es mir schwer. Es fehlt einfach was. Es ist nicht mehr das gleiche ohne sie und es fühlt sich falsch an. Auf arbeit geht es, wenn ich mich endlich aus der Haustür gequält habe. Da es da unreal ist. Doch auf dem Nachhause weg, weiß ich dass da eine Leere wartet die schwer zu ertragen ist, mit der ich mich auseinandersetzen muss. Außerdem wartet ihr Bruder auf mich und ihn kann ich doch nicht deshalb alleine lassen. Ich habe ihn genauso lieb. Dennoch ist nicht ganz die Kraft da, ihn das zu geben was er braucht, die Trauer ist einfach oft zu groß. Dann sind Schuldgefühle weil man sich nicht immer für das Katerchen zusammen reißen kann und sich doch mal ablenkt. Es ist schwer, auch wenn man weiß das sich die Erde trotzdem weiter dreht und es weiter geht. Es wird nie wieder wie vorher sein und das ist schwer zu akzeptieren. Unser Kater und ich fühlen uns ohne sie so unvollständig. Und jetzt ist die Angst ihn zu verlieren so groß, obwohl es ihm gut geht, aber bei Judy kam es auch einfach Schlag auf Schlag. Ich dachte wir hätten noch so viel Zeit.

  5. Ich kann euch alle gut Verstehen.
    Am 27.08.2019 mussten wir unseren Chihuahua namens Baby Luke einschläfern lassen da er schwer krank war.Es ging ihm am 26.08.2019 schlecht und er musste entwässert werden danach hatte er einen schweren Atem und mein Mann ging mit ihm zu unserer Tierärztin um zu kontrollieren ob auch alles in Ordnung ist.Er ruft mich an und sagt unser kleiner ist wieder der Alte und alles ok. Eine halbe Stunde später traf mich ein Stich ins Herz und ich bekamm ein sms das der Kleine zusammen gebrochen ist und nicht mehr auf die Beine kam und die Tierärztin musste ihn erlösen. Ich selbst war ein Paar Tage danach bei ihr und sie sagte: Er wollte nicht Sterben er wollte unbedingt am Leben bleiben nur es gab keine Hilfe mehr die Krankheit war stärker. Er war erst 6 Jahre jung. Auch ich komme nicht darüber hinweg.

  6. Normal schriebe ich keine Kommentare. Aber was ist in den letzten Tagen denn schon normal? Ich habe letzte Woche erst unsere geliebte Katze Cherokee (Cherry, 15J) wegen eines Tumors im Ohr einschläfern müssen. Hier hatte ich keine Zeit zum Abschied nehmen. Gestern dann musste ich unseren Kater Baileys einschläfern lassen weil seine Nieren kaputt waren. Ich hatte ja noch die Hoffnung als 2 Tage zuvor die Diagnose gestellt worden war. Aber er baute so schnell ab das wir diesen Schritt gehen mussten. Auch ich war von Anfang an dabei als der kleine zur Welt kam und habe ihn gehalten als es zu Ende ging. Er ist knapp 8 Jahre alt geworden und war mein ein und alles. Er war immer da wenn ich nach Hause kam und hatte immer Zeit für mich. Ich bin auch verwundert wie hart mich das trifft. Seit einer Woche bin ich nur noch am heulen. Ich wünshce allen viel Kraft.

  7. Unsere Lotti mussten wir gestern gehen lassen.
    Eine Havaneserin erst 7 Jahre alt.
    Ein aggressiver und bösartiger Tumor hat sich von der Halswirbelsäule bis zur Schnauze innerhalb 3 Wochen ausgebreitet.
    Wir haben alles erdenkliche unternommen. Uns an jedem Strohhalm festgeklammert. Sie wollte unbedingt noch leben hatte aber keine Chance.
    Lotti war unser Seelenhund. Ein tolles Mädchen, der wir 7 sehr schöne Jahre geben durften.
    Der Schmerz sitzt bei uns so tief, dass wir nicht wissen, wie es weitergeht.
    Wir vermissen unsere „Lotts“. Der Schmerz ist unerträglich.
    Wir fühlen uns bestraft.

  8. Hallo. Ich habe die Kommentare hier mit sehr viel Anteilnahme gelesen. Wir mussten am 2.5. unsere Paula erlösen. Sie wurde 17. Unfassbar und jetzt absolut nicht auszuhalten das sie nicht mehr da ist. Sie kam krank mit 8 Wochen zu uns. Das erste mal hatte sie uns schon 4 Wochen zuvor mit ihrem erstaunten Blick erobert. Sie zog zusammen mit uns in das neue Haus ein. Ohne Paula gab es dieses Haus noch nie. Ihre Schildrüse brachte trotz Behandlung alles durcheinander. Blutarmut und katastrophale Werte ließen keine Hilfe mehr erwarten. Die Tierärztin sah keine andere Möglichkeit mehr um ihr zu helfen. Dabei war sie zwei Tage zuvor noch halbwegs munter. Als sie Abends zurückkam hat sie sich zurückgezogen. Nahm nichts mehr an. Sank regelrecht in sich zusammen. Unfassbar nun die Leere.und immer die sorgenvolle Frage ob wir alles für sie getan haben. Es wird noch lange dauern bis nicht jeder Blick im Haus Paula sucht. Sie hat uns als junge Katze noch oft fast in den Wahnsinn getrieben. Einmal blieb sie lange weg. Dann verletzte ein Hund sie schwer. Geliebt haben wir sie immer. Und diese Liebe macht nun den Schmerz so unerträglich. Wir durften sie haben. 17 Jahre lang. Dafür sind wir auch dankbar. Euch allen viel Kraft und vor allem Freunde die euch verstehen. Thomas

  9. Hallo alle zusammen ich habe all eure Kommentare gelesen und es tut mir leid dass ihr alle einen wichtiges Mitglied verloren habt.

    Mein Freund hat seine Katze verloren vor ca. 4 Wochen und ich weiss einfach nicht was ich tun soll um ihn zu helfen oder bei seiner Trauer zu unterstützen, er ist eigentlich nur am weinen.
    Vielleicht kann einer von euch mir irgendwelche Tipps geben was ich tun könnte ? Ich habe das Gefühl das ich ihm keine Hilfe bin….

    1. Es brauch Zeit. Einfach nur zuhören und ihn weinen lassen und für ihn da sein. Trauer gehört zu den mächtigsten und stärksten Emotionen die wir empfinden können.

  10. Eure Nachrichten haben mir gut getan, ich sehe, dass ich nicht die Einzige bin, die seit 3 Tagen heult und trauert. Ich musste meine 11 Jahre alte Katze Lilly einschläfern lassen. Dabei war sie um 8 Uhr quicklebendig, plötzlich gegen 9 Uhr sah ich sie humpeln und das linke hintere Bein nach sich ziehen. Ich war gleich bei der Tierärztin, die die Diagnose Thrombose stellte. OP hätte aus Erfahrung wenig gebracht, Das Bein war schon kalt und meine Lilly litt bereits. Sie wurde gleich erlöst, ich konnte mich von ihr verabschieden, aber es war so brutal! Ich kann es immer noch nicht fassen, sie war wie mein Schatten, immer bei mir wie ein Hund. Ich musste oft beruflich verreisen und es war eine Freude, wenn ich jedesmal wieder kam. Es ist so hart und traurig, ich sehe sie überall, wir hatten unsere Rituale, die sie zum größten Teil eingeführt hatte. Ich habe noch einen Kater, den ich vor 8 Jahren aufgenommen habe und den sie nie richtig akzeptiert hatte. Er ist jetzt wie verloren und lässt sich nicht viel sehen. Er ist für mich kein Trost, Lilly war einfach zu präsent.
    Ich habe bis jetzt in meinem Haus sehr gerne gelebt. Jetzt mag ich es nicht mehr, ich fürchte mich, nach Hause zu kommen. Ich bin vollkommen aus der Bahn geworfen, es ging zu schnell, wie ein böser Traum. Ich versuche, stark zu sein, muss auch arbeiten aber immer wieder überfallen mich die Erinnerungen und ich kann nicht anders als heulen…
    Zum Glück finde ich großen Trost bei meiner Tochter und Schwiegersohn. Sie haben selbst 3 Katzen und vor 6 Jahren ist ihr junger Kater verschwunden. Sie verstehen mich und helfen mir sehr. Mein Enkel ist auch eine schöne Abwechslung aber ab und zu muss ich mich zurückziehen. Es ist noch zu frisch.
    Für alle meine Enkel heisse ich Oma Lilly, weil ich die Oma war, die Lilly hatte. Es wird auch immer bleiben.
    Danke für Eure Worte, ich wünsche auch allen viel Verständnis, Trost und Kraft
    Sylvie

    1. Mein tiefstes Mitgefühl für Dich. Ich kann Dich gut verstehen. Mir wurde gestern meine Fellnase auch abrupt genommen. Er hat sich noch mit Kopf- und Nasenschmuser verabschiedet als ich ihn rausgelassen habe. 1,5 STD später habe ich ihn tot von der Straße eingesammelt. Es tut so weh.

  11. Ich habe gestern meinen 1J Kater beim Gassigehen mit unserem Hund tot an einer Straße gefunden. Es hat mich schier Innerlich verrissen Und es tut es immer noch. Er war noch warm und weich als ich ihn nach Hause in den Armen getragen habe. Es fühlte sich beinahe so an als ob er sich an mich kuscheln würde. Ich fühle gerade nur Schmerz und es hört nicht auf. Ich könnte schreien vor Schmerz. Ich hatte schon diverse Tiere und manche sind auch gestorben und war danach auch immer sehr in großer Trauer; doch dies ist massiv. Ich vermisse ihn furchtbar.

  12. Meine geliebte Shey,
    vor 3 Wochen hast du einfach aufgehört zu fressen und lagst nur noch rum und wolltest nicht mal raus 🙁
    Ich brachte dich am selben Tag noch zum TA. Du hattest 39,8 Fieber und Bauchschmerzen. Es wurden 5 Röntgenbilder gemacht und alles sah gut aus,also bekamst du Medis und wir gingen nach Hause. Aber es wurde nicht besser eine ganze Woche haben wir rumgedocktert und du hast kaum gefressen bekamst jeden Tag Flüßigkeit vom TA.. es war da schon der Horror und sollte noch schlimmer werden! Wir brachten dich dann in eine Tierklinik zum Ultraschall..es sah nicht gut aus..Verdacht Magen und Darmkrebs…mein Welt stürzte ein ich weinte haltlos mit dir im Arm!Du mustest in der Tierklinik bleiben.Da wurde eine Cortisontherapie begonnen und oh Wunder sie schlug an*freude*Nach 3 Tagen haben wir dich nach Hause geholt und du hast gefressen getrunken und warst wieder recht munter ..bekamst jeden Tag deine Medis und gings mit uns sogar spazieren :)Dann kam das Blutergebnis ,es können keine bösen Turmorzellen festgestellt werden aber Krebs nicht ausgeschlossen man wollte größere Proben aber es war zu spät weil das Cortison alles verfälscht hätte 🙁 also machten wir weiter mit Cortion..es war ein auf und ab..die lezten Tage von Montag 20.7 bis Mittwochmittag ging es dir gut hast gefressen und getrunken dich geputzt und bist rumgelaufen..am Mittwochnachmittag wurde es schlechter..du hast gebrochen nichts mehr gefressen und hast nur noch im Bad gelegen auch den Donnerstag! Am Donnerstagabend hast du wieder gefressen und warst recht munter. Freitag war ja dein Termin in der Klinik..du hast Freitagfrüh gut gefressen und warst mit uns draussen..und wir glaubten alles wird gut.Wir fuhren dann mit dir in die Klinik und da begann alles was ich nie erwartet hätte 🙁 Du hattest 41.6 Fieber deine Gewicht lag bei 2,7 kilo statt 3,5 bei der Untersuchung hast du gebrochen und stark gehustet. Es war doch Krebs mit Tumorfieber das nie mehr weggehen wird.Nach einem langen einfühlsamen Gespräch haben wir die erlöst bevor die schlimmen schmerzen kommen,denn schmerzen hattest du schon 🙁 Liebe Shey,bitte verzeih mir das ich nicht mehr tun konnte,es tut mir so leid.Ich werde dich nie vergessen und liebe dich abgöttisch. Shey durfte nur 5 Jahre alt werden 🙁 Ich habe Shey am 24.07 erlösen lassen.

    1. Liebe Marion;

      Das tut mir so leid für Dich. Mein Beileid, ich fühle mit Dir.
      Auch bei mir ist es noch so frisch bzw heute exakt eine Woche her seitdem mein kleiner Gesetzloser von uns genommen wurde.

    2. Liebe Marion
      Es tut mir so Leid!
      Es war sehr hart, weil man immer hofft, dass die Tierärzte helfen werden. Uns so sah es auch aus….
      So ging es mir auch mit meiner Lilly, ich dachte, es wird gleich wieder gut.

  13. diese Kommentare zu lesen tut mir so unendlich gut, da ich sehe, dass ich nicht die Einzige bin, die ihren kleinen Liebling so unendlich vermisst. Bei jedem Kommentar sind mir die Tränen gekommen und ich habe meine eigene Traurigkeit so heftig gespürt, aber da war auch ein Trost dabei.
    Vor einer Woche ist meine Seelenkatze von mir gegangen und ich kann es noch nicht fassen. So vieles ist schief gelaufen, obwohl ich nur das beste für sie wollte und ich habe auch Schuldgefühle deswegen.
    Ich wünsche Euch allen und auch mir selber, dass wir in Liebe loslassen können.

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