Foto: Christina Wocintechchat | Unsplash

„Von der Elternzeit in die Leitungsposition befördert“ – so geht Vereinbarkeit im Job

#CoronaEltern im Dauerstress. Aber es geht auch anders: Eure Erfahrungen mit Arbeitgeber*innen, die die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglichen. Ein Thread

Viele Eltern leben gerade am Limit. Geschlossene Kitas, Schulen oder Sporteinichtungen und der Improvisationszwang zwischen Home Office und Homeschooling verdunkeln zunehmend eine Schattenseite unserer Gesellschaft: Eltern stehen allein da. Statt des Solidaritätsgedankens „Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen“, scheint das Motto eher zu lauten: „Seht zu, wie ihr klarkommt.“ Das gilt in der Zeit der Pandemie mehr denn je – und das ist ein Problem, von dem immerhin mehr als 16 Millionen Menschen betroffen sind, die ihre Kinder in diesen Strukturen versorgen, erziehen und pflegen müssen und gleichzeitig erwerbstätig sind.

Um es festzuhalten, das müsste nicht so sein: Arbeitgeber*innen haben viele Möglichkeiten, Eltern zu unterstützen – wenn sie denn wollen. Und neben all den Negativbeispielen gibt es auch Arbeitgeber*innen, die sich verantwortlich fühlen und die die Elternschaft ihrer Arbeitnehmer*innen supporten. Wir haben nach euren positiven Erfahrungen als Eltern im Job gefragt und umfangreiches Feedback von euch bekommen. Diese positiven Beispiele zeigen, wie Arbeitgeber*innen Eltern im Berufsleben unterstützen können:

„Ich hatte die Möglichkeit, meine Arbeitszeiten immer wieder für einige Monate zu ändern.“

„Ich wurde während meiner Schwangerschaft befördert, um mir die Rückkehr zu erleichtern.“

„Sehr familienfreundlicher Chef, der sich aufrichtig für mich und auf meine Rückkehr gefreut hat.“

„CEO hat während Meetings meist Kleinkinder auf dem Schoß. Viele andere auch.“

„Mein Mann hat eine vorzeitige Entfristung bekommen, damit er ein Jahr Elternzeit mit mir machen kann.“

„Ich habe eine Gehaltserhöhung kurz vor meinem Mutterschutz bekommen.“

„Meine Projektstelle lief aus, daher habe ich eine unbefristete Stelle bekommen – einen Monat vor meinem Mutterschutz.“

„Mir wurde nach der Elternzeit direkt eine Beförderung angeboten.“

„Als Absolventin mit Kind wurde ich im öffentlichen Dienst sogar bevorzugt eingestellt.“

„Wir können während Corona unsere Arbeitszeit auf 0 % reduzieren, bei vollem Gehalt.“

„So viele Dinge bei meinem Wiedereinstieg waren positiv, z.B. eine Gehaltserhöhung während Teilzeit in Elternzeit.“

„Die Arbeitgeber*innen meines Mannes übernehmen die Kita-Gebühren.“

„Als mein Vorgesetzter von meiner Schwangerschaft erfuhr, hat er sich unglaublich herzlich gefreut.“

„Meine Vorgesetzte wurde nach ihrer Elternzeit sofort in die Leitung befördert.“

„Meine neue Anstellung im öffentlichen Dienst – alleine mit Kind war überhaupt kein Thema.“

„Freie Entscheidung wann/ wie Eltern wieder einsteigen und ggf. mit Home Office kombinierbar.“

„Als ich mit meinem ersten Kind schwanger war, wurde mein Vertrag entfristet.“

„Das Vertrauen meines Chefs darin, dass ich genauso gut bin wie vor den Kindern.“

„Bewerbung im öffentlichen Dienst während Schwangerschaft: unbefristet eingestellt.“

„Ich konnte meine Elternzeit ohne Diskussion von einem Jahr auf drei erweitern.“

„Ich bin schwanger in einen neuen Job gestartet. Als ich es mit meinem Chef gesagt habe, hat er herzlich gratuliert.“

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Fatima studiert Sozialpolitik, ist politisch aktiv – und wenn sie nicht gerade auf den Kölner Straßen eine Rede hält, ist sie im Podcast „Kahvehane” des „renk”-Magazins zu hören. Aktuell unterstützt sie die Redaktion von Edition F.

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Carmen Maiwald hat Bekleidungstechnik an der HAW in Hamburg studiert, um dort zu merken, dass sie neben der Kleidung vor allem die Geschichten dahinter interessieren. Seit Oktober 2019 ist sie Schülerin an der Deutschen Journalistenschule. Aktuell unterstützt sie die Redaktion von Edition F als freie Redakteurin.

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