Foto: Rowan Heuvel

Der beste Tipp deines Lebens

Der beste Tipp deines Lebens? Ratschläge bekommen wir ständig – aber manche sind so gut, dass wir sie für immer behalten. Wir haben acht Frauen (und einen Mann) nach dem besten Tipp ihres Lebens gefragt.

 

Der beste Ratschlag aller Zeiten

Wir sind ganz inspiriert und sind gespannt, welche dieser (Karriere-)Ratschläge euch ganz persönlich weiterbringen.

Karolin Ring, Ressortleiterin Social Media & Digitales bei der Bild am Sonntag

Karolin Ring bei der Arbeit. Bild: Jens Koch

„Ich habe zu Hause eine Tafel, auf der ganz groß steht: ,Mach dein
Ding
, egal was die anderen sagen!. Ein berühmter
Udo-Lindenberg-Liedtext – und das ist auch mein Fahrplan. Man kann nicht
allen gefallen, man kann nicht mit allen befreundet sein. Das Wichtigste: Vertrau’ dir selbst und glaub an dich und deine
Fähigkeiten.“

Susann Hoffmann, Gründerin von EDITION F

Susann Hoffmann, Gründerin von EDITION F. Bild: Jennifer Fey

„,Der Sprung ins kalte Wasser fühlt sich nicht wärmer an, wenn man später
springt.’ Eine Weisheit, die ich von zu Hause kenne. Letztlich ist ja
alles immer Kopfsache. Weil die Hürde nicht die Wassertemperatur an sich
ist, sondern nur die Vorstellung, es könnte zu kalt sein. Aber die
bloße Vorstellung des Neuen und die Angst davor sollte einen eben nicht
treiben, sondern der Glaube daran und die Leidenschaft dafür. Fazit:
Einfach mal springen. Und wenn es doch mal zu kalt ist, schwimmt man
eben zurück ans altbekannte Ufer.“

Lea Lange, Gründerin von Juniqe

Lea Lange in ihrem Büro in Berlin. Bild: Jennifer Fey

„Es klingt so selbstverständlich, aber der beste Tipp, den ich je
bekommen habe, ist: ‚Do what you love.‘ Nach dem BWL-Studium hat mein
Vater mir geraten, den Karriereweg zu gehen, hinter dem ich zu 100
Prozent stehe und mich nicht in irgendwelche Branchen und Wege zu
zwingen, nur weil man das als BWLer so macht. Nur wenn man etwas mit
viel Leidenschaft angeht
, ist man richtig gut in der Sache. Ich habe auf
meinen Vater gehört und habe mein eigenes
Unternehmen gegründet. Jeden Tag merke ich, dass es definitiv die
richtige Entscheidung war, meiner Leidenschaft zu folgen und etwas Eigenes zu machen. Wenn man dabei von der Familie oder den engsten
Freunden so unterstützt wird wie ich, kann man sich sehr glücklich
schätzen.“

Wie das so war in den Anfängen ihrer Gründung und wie sie den Online-Kunstmarkt bewertet, das hat uns Lea Lange bereits erzählt. Hier geht es zum Interview.

Madita van Hülsen, Trauerarbeiterin und Mitgründerin von „Vergiss mein nie

Madita van Hülsen. Bild: Ilona Habben

„Ich liebe diese Frage! Denn ich erzähle ganz oft die Geschichte, wie Ben Becker einmal zu mir gesagt hat:

Was man nicht macht, das passiert auch nicht! Mich fragen die Leute oft, wie ich es schaffe, so viele Sachen zu machen und dann gebe ich genau diesen Satz weiter. Er ist einfach so wahr und stimmt! Bester Karriereratschlag ever!”

Wir haben mit Madita und ihrer Mitgründerin Anemone auch schon über ihren Beruf als Trauerarbeiterinnen gesprochen – und darüber, was hilft, wenn das Thema Tod plötzlich in den Vordergrund tritt. Hier gehts zum Interview.

Katharina Kurz, Mitgründerin von BRLO

Glückliche Mitgründerin einer Craft-Beer-Marke: Katharina Kurz. Bild: Privat

„Meinen ultimativen Tipp habe ich immer wieder von Menschen in meinem Umfeld bekommen – und er hat mich in meiner Entscheidung zu gründen sehr bestärkt: Finde etwas, wofür du brennst und sei mit absoluter Leidenschaft dabei – dann kommt der Erfolg von ganz alleine.”

Wie sie darauf kam, eine Craft-Beer-Marke zu gründen und wie man so eine Biermarke dann auch erfolgreich vermarktet, darüber hat Katharina uns bei einem – wie sollte es anders sein – Bier erzählt. Hier gehts zum Interview.

Christiane Wolff, Leiterin Unternehmenskommunikation und PR bei Serviceplan und Gründerin des Nettwerks

Christiane liebt Kommunikation. Bild: Nettwerk

„Den besten Karrieretipp verdanke ich meinen Eltern. Sie haben es mir vorgelebt und ans Herz gelegt: sei neugierig und ergreife deine Chancen. Das hört sich banal an, hat aber (nicht nur!) mein berufliches Leben maßgeblich beeinflusst. Meine Eltern haben alles möglich gemacht, damit ich meine Neugier schon während der Schulzeit ausleben durfte. Und für mich als neugierigen und kommunikativen Menschen war das wichtig, um herauszufinden, was mir Spaß macht und was ich im Leben will. Diese wichtigen Tipps treiben mich bis heute an und haben mich dorthin gebracht, wo ich heute bin: Fragen stellen, alles ausprobieren, neugierig und manchmal mutig sein und unbedingt auch mal andere Wege einschlagen! Das war dann zwar nicht immer gradlinig – ich habe meinen Studiengang drei Mal gewechselt, war zwei Jahre als internationale Flugbegleiterin bei Lufthansa, habe einen MBA berufsbegleitend absolviert und habe auch mal einen Job nach fünf Monaten gekündigt – aber am Ende bin ich genau dahin gekommen, wo ich sein möchte.“

Christiane Wolff hat bei uns schon über die Bedeutung von Frauennetzwerken und das Engagement für Flüchtlinge geschrieben. Sie lebt und arbeitet in München.

Jannis Tsalikis, HR Director bei Vice Media in Berlin

Quelle: Twitter

Meine
erste Chefin – Karen Bodamer, heute Personalleiterin in Stuttgart –
war eine sehr genaue und extrem abwicklungsstarke Personalerin, von
der ich viel gelernt habe. Sie hat mich bereits als HR-Prakti auf den
Pfad der Tugend gebracht. ,Du musst dich konzentrieren, werde
akribischer und gib nie auf, dich stets zu verbessern!


Ich würde heute noch hinzufügen: ,… und habe den Mut, manchmal
neue Wege dafür zu gehen!




Jannis Tsalikis hat bei uns schon verraten, was im Bewerbungsschreiben gar nicht geht und welche Antworten auf gängige Fragen im Jobinterview er richtig gut findet.

Ulrike
Guérot, Gründerin und Direktorin des European Democracy Lab in Berlin


Bild: Susanne Ullerich

Es gibt sie, die kleinen Ratschläge, etwa eine wichtige E-Mail immer eine Nacht zu überschlafen oder kleine Dinge sofort zu machen, alle diese guten Coaching-Ratschläge für das Effizienzmanagement. Aber mit Karriere hat das nichts zu tun. Überhaupt: Was ist ,Karriere
? Oder Chef(in) sein? Viel Geld zu verdienen? Ein Team zu leiten? Am Ende zählt nur eins: der Mut zu sich selbst und zu dem, wofür man steht. Selbst dann – oder gerade dann – wenn der Chef oder das Team gegen einen sind. Interessanterweise macht man gerade dann oft ,Karriere
 – oder das, was die anderen dafür halten. Der wichtigste Rat wäre daher: Finde dein Thema und dein Ding – und bleib dran!“

Ulrike Guérot ist eine der profiliertesten Europa-Kennerinnen des Landes – sie wird gern in Talkshows eingeladen, wenn jemand gebraucht wird, der klug und gelassen erklären kann, was gerade schiefläuft in Europa. Im Interview mit uns hat sie darüber gesprochen, warum ein Bruch der Europäischen Union kein undenkbares Szenario ist und was für Europa in Zukunft wirklich wichtig ist.

Ingrid Meyer, Personalleiterin bei
Greenpeace Deutschland

Bild: Greenpeace

Der Rat eines guten Freunde lautet immer: ,Nimm es nicht persönlich’, das ist ebenso allgemein wie richtig. Was ich immer wieder gehört habe in Beratungssituationen, und womit ich mich gut identifizieren kann: ,Love it, change it, or leave it.’ Man muss lieben, was man tut, oder versuchen, es zu ändern; und wenn das nicht geht, dann ist man dort einfach nicht richtig und man sollte es lassen.“

Ingrid Meyer wird in unserer neuen Serie demnächst verraten, welche Antworten auf die Standardfragen im Jobinterview sie richtig gut findet.

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