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Das sind 5 eindeutige Gründe, um sofort zu kündigen

Unglücklich im Job, aber du bist dir unsicher, ob du wirklich kündigen solltest? Es gibt Dinge, die deutlich zeigen, dass es nun wirklich Zeit für einen Neuanfang ist.

 

Job: Bis hierhin und nicht weiter

Schon lange unzufrieden und doch noch im Job, das ist die Realität von vielen Arbeitnehmern – Grund dafür sind mehrere Faktoren. Denn einerseits ist es manchmal gar nicht so einfach, zu entscheiden, ob ein generelles oder ein temporäres Unwohlsein vorliegt, ob noch etwas verändert werden kann oder ob es wirklich Zeit ist zu gehen. Und andererseits lädt der Arbeitsmarkt in vielen Branchen auch nicht zu waghalsigen Experimenten ein, zumal es sowieso ein finanzielles Risiko birgt, den Job zu wechseln, ohne gleich eine neue Option in der Hinterhand zu haben.

Und doch ist es wichtig, dass wir diesem Unwohlsein im Job mit allem Nachdruck nachgehen, es ernstnehmen anstatt uns und unseren Freunden immer nur zu sagen: „Ach, das wird schon wieder.“ Denn wird es das wirklich? Oder pokern wir hier nicht viel mehr mit unserer Gesundheit? Unglücklich, unter- oder überfordert zu sein, bzw. keinen Sinn in den täglichen Aufgaben zu sehen, birgt ein enormes Risiko für unsere mentale und physische Gesundheit. Und für unser Lebensglück. Aber was sind denn eindeutige Zeichen dafür, dass ein Jobwechsel angebracht ist? Karriere-Coach Kathy Caprino hat jene ihrer Klienten unter die Lupe genommen, die genau vor dieser Frage stehen und für Forbes skizziert, was sie alle vereint – wir haben uns die spannenden Ergebnisse angesehen.

5 Dinge, die euch zeigen, dass die Kündigung jetzt der beste Weg ist

1. Du bist die meiste Zeit des Tages in deinem Job unglücklich

Der erste Grund ist scheinbar so banal, wie absolut wichtig – und doch wird gerade dieser gerne unter den Teppich gekehrt. Es scheint meist zu unklar, woher das Gefühl kommt und wie wichtig das als Kriterium überhaupt ist. Manchmal  muss man sich eben auch durchbeißen können, oder? Jein, ein Job muss nicht jede Sekunde Spaß machen, wenn aber die Zeit überwiegt, in der man sich plagt, dann ist es wichtig, sich um dieses Problem zu kümmern. Denk also nicht nur darüber nach, dass es so ist, sondern auch was diesen Frust auslöst. Sind es die Aufgaben? Ist es das Betriebsklima? Ist es die Struktur, die im Unternehmen herrscht? Erfährst du keine Wertschätzung für das was du tust? Dann ist es ganz einfach: lässt sich an diesen Dingen nichts drehen, dann geh! Kein Job der Welt ist es wert, dich jeden Tag unglücklich zu machen.

2. Bei deiner Arbeit herrscht giftige Stimmung – durch das Team und durch die Chefs

Abends gehst du immer mit schweren Gewichten auf den Schultern in den Feierabend? Dann schau dir an, wer oder was sie dir auflegt. Eine schlechte Atmosphäre in einem Unternehmen hat meist mehrere Faktoren – und im schlimmsten Fall wirken sie alle zusammen. Wer als Führungskraft die Talente seiner Mitarbeiter nicht erkennt, sie nicht fördert oder gar gegeneinander ausspielt, arbeitet von oben an diesem Gefühl. Genauso ist es aber auch wichtig, dass der Mikrokosmos eines Teams funktioniert. Das bedeutet nicht nur, dass jeder seine Aufgaben machen kann, sondern auch, dass man sich gegenseitig unterstützt und auch zusammen am gemeinsamen Erfolg arbeitet. Wenn Teammitglieder zu Einzelkämpfern werden, geht das nicht lange gut, baut Druck auf und führt letztlich nie zu einem Ergebnis, dass besser ist als in der gemeinsamen Arbeit. Aber man sollte auch sich selbst betrachten: Passt meine Arbeitsweise, meine Grundhaltung hier in dieses Unternehmen, oder ecke ich damit permanent an und würde ich damit woanders nicht besser wirken können? Und damit sind wir auch schon beim nächsten Punkt.

3. Das was es für diesen Job braucht, passt einfach nicht zu mir

Hast du dir schon mal Gedanken darüber gemacht, ob die Fähigkeiten, die für den Job gefragt sind, gar nicht wirklich dir und deinen echten Talenten entsprechen? Das klingt erstmal abwegiger als es ist. Wir entscheiden uns aus unterschiedlichen Gründen für unsere Berufe, und nicht immer ist das Credo dafür die tiefste Leidenschaft, eine Berufung. Das ist auch erstmal nicht schlimm, und dennoch sollte man sich das, was es für den Job braucht, wirklich anschauen. Denn wir können uns vieles aneignen, vieles lernen – aber wenn wir immer gegen unsere natürlichen Talente arbeiten, werden wir das früher oder später deutlich merken. Hierbei geht es auch nicht darum, für etwas nicht geeignet zu sein. Sondern neue Möglichkeiten entsprechend unseres ganz persönlichen Skill-Sets zu ergreifen und ganz einfach zufriedener zu werden.

4. Du bist davon überzeugt, zu Höherem berufen zu sein

Wenn ich ehrlich zu mir bin, will ich eigentlich mehr von meinem Berufsleben – und kann auch viel mehr! Ein Satz, den viele aus ihrer eigenen Gedankenwelt kennen, sich aber selbst kaum eingestehen wollen, geschweige denn sich trauen, ihn laut auszusprechen. Denn das klingt nach einer guten Portion Überheblichkeit, oder? Nein, es zeigt Ambitionen und das Wissen um die eigenen Talente. Wir sollten alle das Selbstbewusstsein aufbringen, im Leben nicht nur die Dinge anzupacken, von denen wir wissen, dass wir sie auf jeden Fall bewältigen können, sondern auch jene, für die wir uns vielleicht etwas strecken und weiterlernen müssen. The sky is the limit – und der Wunsch dahin zu gelangen nichts Verwerfliches.

5. Du arbeitest täglich auf Ziele hin, die für dich keinen Sinn haben

Was richtig schlaucht und frustriert? Seine ganze Energie in Ziele zu stecken, die für einen selbst vollkommen wertlos erscheinen oder sogar entgegen unserer Haltung wirken. Wenn du das Gefühl hast, dass nichts, worauf der aktuelle Job abzielt, etwas mit dir zu tun hat, und du damit nichts bewegen kannst, an das du glaubst, dann geh. Geh und suche dir einen Job, bei dem deine Energie nicht verschwendet, sondern gut eingesetzt ist.

Ja, sich einzugestehen, dass man an irgendeiner Stelle seines Berufslebens falsch abgebogen ist, fällt schwer. Und die Kündigung dann auch wirklich anzugehen wahrscheinlich noch mehr. Aber wir verbringen so wahnsinnig viel Zeit unseres Lebens mit unserem Beruf, dass wir es uns wert sein sollten, hier konsequent zu handeln. Also los!

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