Foto: David Shankbone | flickr | CC by 2.0

Lena Dunham: „Ich habe Glück, Hilfe zu bekommen, wenn ich Schmerzen habe“

Direkt nach der MET Gala musste Lena Dunham ins Krankenhaus eingeliefert werden. Doch sie will kein Mitleid, sondern nutzt diese Situation, um das amerikanische Gesundheitssystem zu kritisieren und das Stigma chronisch kranker Menschen.

 

Von der Gala direkt ins Krankenhaus

Das amerikanische Gesundheitssystem ist trotz Obamacare für einen Industriestaat noch mehr als dürftig. Mit Trumps Präsidentschaft und seinen Plänen Obamacare abzuschaffen sowie den neuen Entwicklungen um den gerade gemachte Vorschlag für eine Reform des amerikanischen Krankenversicherungssystems, der dem Repräsentatenhaus seit ein paar Tagen vorliegt, hat sich die Situation noch mal mehr verschärft. Lena Dunham, die generell dafür bekannt ist, eher kein Blatt vor den Mund zu nehmen, besonders, wenn es sich um den derzeitigen Präsidenten Trump handelt, warnt vor dem, was mit dem Ende von Obamacare für viele Bedürftige anstehen könnte, in einem Instagrampost.

Vom Galakleid in die Krankenhausrobe, Qulle: Lena Dunham | Instagram

Gesundheit als Privileg

In dem Bild, das direkt nach der MET Gala entstand, bei dem ihr voluminöses Kleid noch im Hintergrund zu sehen ist, liegt Dunham im Krankenhausbett, um ihre Endometriose zu behandeln. Eine schmerzhafte chronische Erkrankung, bei der Gewebe ähnlich der Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter vorkommt. Bei dem Post geht es aber keineswegs darum, dass Dunham Mitleid für sich möchte, vielmehr stellt sie noch mal klar wie privilegiert sie ist, dass sie ihre Schmerzen behandeln lassen kann.

„An die Privilegierten – vergesst niemals, dass wir wirklich Glück haben und es an andere zurückgeben können, indem wir geplante Elternschafts- und Transgenderkliniken mit unserer Zeit und unserem Geld unterstützen.“

Außerdem möchte sie noch mal das weitverbreitete Klischee, dass chronisch kranke Menschen schwache Menschen seien, aufräumen. Denn diese Menschen versuchen trotz häufig dauerhafter Schmerzen, sich nichts anmerken zu lassen und weiter am ganz normalen Leben teilzuhaben.

„Ich möchte alle Frauen, die an einer chronischen Erkrankung leiden daran erinnern, dass wir nicht schwach sind – so ziemlich das Gegenteil ist der Fall!“

Lena Dunham zeigt mal wieder, wie Prominente ihre Berühmtheit positiv nutzen können. Es ist so wichtig, weiter dafür zu kämpfen, dass jeder die Absicherung einer Krankversicherung hat, wenn er darauf angewiesen ist.

Artikelbild: David Shankbone | flickr | CC by 2.0

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