Foto: Rowan Chestnut | Unsplash

Die bewegendsten Community-Beiträge 2016

Wie lebt es sich mit einer psychischen Störung? Was macht ein unerfüllter Kinderwunsch mit einem? Und, wie geht es weiter, wenn der Partner plötzlich einfach verschwindet? Ihr habt es uns erzählt.

 

Perspektivwechsel

Viele Geschichten kann man aus der Außenperspektive nur schwer erzählen –
wie sich bestimmte Gefühle anfühlen, was Schicksalsschläge mit einem machen, wie es ist, mit einer Krankheit, physisch oder psychisch, zu leben, wissen nur die Menschen, die direkt davon betroffen sind oder auf professioneller Ebene damit zu tun haben. Wenn sie über ihre Erfahrungen berichten, hilft das uns allen dabei, unseren Horizont zu erweitern, Andere besser zu verstehen, mehr Verständnis zu haben, unsere eigenen Ansichten zu hinterfragen und vielleicht sogar zu korrigieren. Auch deshalb sind wir unglaublich dankbar, dass ihr unsere Community seid und von euch berichtet. Manchmal geht das nur anonym, das können wir gut verstehen.

Dieses Jahr habt ihr uns wahnsinnig oft zum Nachdenken gebracht – nicht selten mit Tränen in den Augen. Die zehn Beiträge, die uns und euch am meisten bewegt haben, haben wir hier noch einmal für euch zusammengestellt. Einmal mehr: Danke an die weltbeste Community!

Psychisch krank: Wie es ist, wenn man immer wieder um das eigene Überleben kämpft

Wie offen geht unsere Gesellschaft tatsächlich mit seelischen Leiden um? (Quelle: Bruno Nascimento | Unsplash)

Eine psychische Erkrankung sieht man den meisten nicht an, das ändert aber nichts daran, dass diese Menschen leiden – für uns oft nicht sichtbar. Wie meistert man als psychisch kranke Person seinen Alltag? Vor welchen Hindernissen steht man täglich? Und was können die Menschen um sie herum, aber auch unsere Gesellschaft insgesamt, tun, um psychisch Kranken zu helfen? Mit all diesen Fragen setzt sich eine betroffene anonyme Nutzerin ausführlich und sehr ehrlich auseinander. Hier geht es zu ihrem Beitrag.

Ghosting: Wenn der Herzensmensch ganz plötzlich verschwindet

Und plötzlich ist der andere einfach weg. Ohne Erklärung und ohne sich je wieder zu melden. (Quelle: Pexels)

Dieser Begriff „geisterte” 2016 immer wieder durch unsere Sozialen Netzwerke: „Ghosting” beschreibt das Phänomen, wenn ein Partner plötzlich einfach verschwindet – ohne Vorwarnung. Plötzlich ist der andere einfach weg. Und man selbst bleibt verletzt und hilflos zurück. Aber was bewegt Menschen dazu einfach zu verschwinden? Die Psychologin Miriam Junge kann es erklären und macht damit vor allem denjenigen Mut, die wortlos zurückbleiben. Hier geht es zum Beitrag.

Ist Hochsensibilität ein Geschenk? 

Ist es nicht ein Geschenk, ganz viel fühlen zu können? (Quelle: Neill Kumar | Unsplash)

Hochsensible Menschen nehmen ihre Umgebung sehr viel intensiver wahr. Das ist für die Betroffenen oftmals wahnsinnig anstrengend. Deshalb brauchen die meisten Hochsensiblen immer wieder Zeit für sich, sie müssen die Möglichkeit haben sich zurückzuziehen. Hochsensibilität ist aber nicht nur eine Last, sondern auch ein Segen, weiß unsere Community-Autorin Marion Lili Wegner, die selbst hochsensibel ist. Ihr Text erklärt das Phänomen, schafft Verständnis und stellt die tollen Seiten heraus. Hier geht’s zu ihrem Beitrag.

Lasst mich in Ruhe mit den Kindern, die ich nicht haben will

Ohne Kinder ist man auch nicht allein. Oder? (Quelle: Yaoqi LAI | Unsplash)

„Kinder sind das Schönste auf der Welt”, „Erst, wenn man Kinder hat, lebt man wirklich.”, „Seit dem wir Kinder haben, sind wir bessere Menschen.”– solche Sätze kann unsere Community-Autorin Anne Hufnagl nicht mehr hören. Sie ist Ende 20 und will einfach keine Kinder. Für sie völlig in Ordnung, für unsere Gesellschaft anscheinend aber immer noch ein großes Problem. Annes Text zeigt sehr eindringlich wie belastend das sein kann. Hier geht’s zu ihrem Beitrag.

Gewalt gegen Gebärende: Wenn die Hebamme dich fertig macht

Viele Frauen erleben ihre Geburt nicht selbstbestimmt und stattdessen als traumatisierend. (Quelle: Kala Bernier – Flickr – CC BY 2.0)

Die Hebamme ist für Schwangere eine der wichtigsten Bezugspersonen während der Schwangerschaft und der Geburt. Viele Frauen und Paare machen tolle Erfahrungen, aber immer wieder gibt es trauriger Weise auch negative Beispiele. Unserer Community-Autorin Luise Engel wurde während der Geburt Gewalt angetan. Anlässlich des „Roses Revolution Day” am 25. November hat sie bei uns über ihre Erfahrungen berichtet und mit Expertinnen gesprochen. Hier geht es zu ihrem eindringlichen Beitrag.

Meine Arbeit als Sterbeamme – von der Kunst, den Tod als einen Freund zu betrachten

Johanna will eine Annäherung an das Thema Tod möglich machen. (Quelle: Belichtungszeit Photographie Sarah H. Dobberphul)

Der Tod ist für viele von uns immer noch ein Tabuthema – nicht so für unsere Community-Autorin Johanna Wilke. Sie ist Sterbeamme. Was das genau bedeutet? Johanna hilft Menschen dabei den nahen Tod anzunehmen und begleitet sie auf dem letzten Stück ihres Weges. Menschen wie Johanna nehmen Sterbenden die Angst, eine unglaublich wichtige Aufgabe. Bei uns hat die junge Bestatterin über ihren Alltag mit dem Tod berichtet. Hier geht es zu ihrem bewegenden Beitrag.

Wo sind all die „modernen Väter“? Hilferuf eines einsamen Vaters in Elternzeit

Wo sind die ganzen Väter, die länger als zwei Monate für ihre Kinder zu Hause bleiben? (Quelle: Pexels)

Dass Väter und Mütter sich die Elternzeit gleichberechtigt aufteilen, passiert leider immer noch viel zu selten. Unser Community-Autor Philipp Menn macht tatsächlich sieben Monate Elternzeit – und verzweifelt immer mehr daran, dass er, egal, wo er hingeht – Babyschwimmen, Spielplatz, Kinderarzt – der einzige Mann weit und breit ist. Bei uns hat er einen wunderbar ehrlichen Text darüber geschrieben, warum er seither Feminist ist und was sich endlich ändern muss. Er zeigt die Missstände auf und stellt wichtige Fragen. Hier geht es zu seinem alarmierenden Beitrag.

Unerfüllter Kinderwunsch: Wenn der Körper nicht mitspielt und der Druck unerträglich wird

Viele Paare wollen nicht über ihren unerfüllten Kinderwunsch sprechen. (Quelle: Bridget Colla I Flickr I CC BY-SA 2.0)

Ein unerfüllter Kinderwunsch ist eine große Belastung für viele Paare. Oft suchen sie die Schuld bei sich und vergraben sich in ihrem Unglück, darüber zu sprechen ist für viele immer noch ein Tabu. Dabei könnte genau das viel Druck von ihren Schultern nehmen. Unsere Community-Autorin leidet selber unter einem unerfüllten Kinderwunsch. Bei uns berichtet sie anonym von ihren Erfahrungen. Ein Text, der uns mitnimmt, der aber auch Mut macht. Hier geht’s zu dem berührenden Beitrag.

Was hilft bei der Trauer nach zwei toten Kindern?


Bei aller Freude über ihren Sohn ist die junge Mutter immer wieder traurig über den Tod ihrer ersten beiden Kinder. (Quelle: JULIE:P/PHOTOCASE.DE)

Wie es ist ein Kind zu verlieren kann man sich wahrscheinlich nicht ansatzweise vorstellen, wenn man es nicht selbst erlebt hat. Christine H. ist es gleich zweimal passiert. Für unseren Partner Chrismon berichtet sie über ihre schrecklichen Erfahrungen und erklärt, wie man Menschen wie ihr helfen kann und wie eben nicht. Damit macht sie es möglich, ein bisschen besser zu verstehen, was in Menschen, die ihre Kinder verlieren, vorgeht. Hier geht es zu ihrem berührenden Beitrag.

Unsichtbare Narben – Mein Leben mit einer bipolaren Störung

Die Narben einer bipolaren Störung sind unsichtbar, aber trotzdem da (Quelle: Nicole Mason | 
Unsplash).

Unsere Community-Autorin hat eine bipolare Störung. Das macht das Leben sehr schwer für sie. Immer wieder kämpft sie mit ihren inneren Wunden. Bei uns hat sie einen Text darüber geschrieben, der es möglich macht nachzuvollziehen, was in ihrer vorgeht und der gleichzeitig traurig stimmt und ermutigt. Hier geht es zu ihrem Beitrag.

„Ich habe Angst“ – wie Rassismus den Alltag junger Menschen verändert

„Ab welcher Generation hat man keinen ,Migrationshintergrund’ mehr?“ (Quelle: Pixabay)

Rassismus war auch im vergangenen Jahr ein großes Problem. Flüchtlingsunterkünfte brannten, der Hass zog durchs Netz, die AfD konnte in fünf zusätzlichen Bundesländern in den Landtag ziehen. Für Amina Yousaf ist Fremdenfeindlichkeit alltäglich bittere Realität. In ihrem Text beschreibt sie, welche Angst sie verspürt. Ein berührende Beschreibung, die uns alarmieren sollte. Hier geht es zu ihrem Beitrag. 

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Nach Stationen als Praktikantin, Volontärin und feste Redakteurin bei EDITION F bin ich seit Mai 2019 freie Journalistin und schreibe hier alle zwei Wochen eine politische Kolumne. Vorher habe ich in Hamburg Politikwissenschaften studiert. Gute Bücher, intersektionaler Feminismus und gutes Essen lassen mein Herz höher schlagen.

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